Donnerstag, 24. Mai 2007

Noch 8 Wochen

Hallo liebe Leserschaft.
Heute ist der 24. Mai und damit sind es noch genau 8 Wochen bis ich meinen Pilgerweg beginne. Die Vorbereitungen dazu nehmen auch immer konkretere Formen an. In den vergangenen Tagen habe ich mir Wanderschuhe gekauft (Bild links). Es handelt sich um Wanderschuhe der Firma Raichle. Ich habe bereits eine kleinere Wanderung mit ihnen unternommen und hatte jedenfalls dabei keine Probleme mit den Füßen. Bis zum Start am Jakobsweg werden aber noch einige kleinere Wandertouren folgen, um die Füße noch besser an die Schuhe zu gewöhnen.
Wie ich gestern kurz erfahren habe, ist auch mein Wanderrucksack eingetroffen, den ich aber erst am Wochenende in Augenschein nehmen kann. Ich habe mich vorerst für einen "deuter futura 42 AC"-Rucksack entschieden. Der schien mir mit nahezu 50 Litern Fassungsvermögen und zahlreichen Taschen, Regenschutz und dem aircomfort-Rückennetz ganz sinnvoll zu sein. Ich werde ihn mir mal genauer ansehen und dann auch mal ein Foto hier reinstellen. Wer Interesse hat, kann aber auch die oben genannte Bezeichnung im Internet suchen und findet alle weitergehenden Informationen dann dort.
Gestern ist dann auch mein "Credencial del Peregrino" angekommen. Das ist der berühmte Pilgerausweis (Bilder rechts), den jeder Pilger haben sollte, um sich in den Herbergen auszuweisen und einen Schlafplatz zu bekommen. In den Ausweis kommen dann auch die Herbergsstempel, über die man dann den zurückgelegten Weg nachweisen kann. Ich habe mich bezüglich dieses Ausweises an die Fränkische St. Jakobusgesellschaft in Würzburg gewandt. Man kann ihn aber wohl auch zu Beginn des Pilgerweges in einer Herberge bekommen. Ich kann aber an dieser Stelle die Fränkische St. Jakobusgesellschaft nur empfehlen, denn mit dem Pilgerausweis kam auch ein ganzes Bündel sehr nützlicher Informationen, wofür ich sehr dankbar bin. Dazu gehören zum Beispiel eine Checkliste zum Packen des Rucksacks, eine allgemeine Beschreibung, was ein Pilger so braucht, Informationen zu einzelnen Stationen des Weges (Entfernungen, Herbergsinformationen), eine Literaturliste zum Jakobsweg etc. Die Fränkische Jakobusgesellschaft findet man auch im Internet unter: www.jakobus-gesellschaften.de


So, damit seid Ihr wieder alle auf dem Laufenden, was die Vorbereitungen betrifft. In Kürze wieder etwas mehr zum Jakobsweg selbst und zu meinen persönlichen Zielen bis zur Abreise.


Bis dahin,


Euer Dirk








Freitag, 11. Mai 2007

Apropos Jakobsweg - Wer ist eigentlich Jakob?

Heute will ich Euch mal die Person vorstellen, die dem Jakobsweg ihren Namen gegeben hat. Es handelt sich dabei um den Heiligen Apostel Jakobus. Nun, es finden sich im Umfeld von Jesus in der Bibel einige Jakobusse (oder lateinisch Jakobi). Da ist von einem Apostel Jakobus dem Älteren und von einem Jakobus dem Jüngeren und von einem Jakobus, Bruder des Herrn die Rede. Die Theologen und Kirchenhistoriker scheinen sich auch noch nicht ganz sicher zu sein, wer dabei wer war. Man geht jedoch davon aus, dass Jakobus der Jüngere und Jakobus, Bruder des Herrn ein und dieselbe Person gewesen sein könnten. Damit bleibt für uns noch Jakobus der Ältere übrig und der hat dem Jakobsweg seinen Namen gegeben.


Jakobus (Bild links) war ein Sohn des Fischers Zebedäus und hatte sich zusammen mit seinem Bruder Johannes Jesus angeschlossen und beide waren ihm als Apostel nachgefolgt. Weil Jakobus und Johannes von stürmischem Gemüt waren - also öfter mal aufbrausend und sehr enthusiastisch - nannte Jesus die beiden "Donnersöhne". Im Laufe der Zeit wurde Jakobus zusammen mit Johannes und Petrus zu einem guten Freund und Vertrauten von Jesus. Dies wird daran deutlich, dass er bei vielen Gelegenheiten (Verklärung auf dem Berg, letzter Abend vor der Verhaftung Jesu) in der unmittelbaren Umgebung von Jesus auftaucht. Aber auch Jakobus hat Jesus in der wichtigen Stunde seiner Verhaftung verlassen und sich versteckt, was eben auch seine menschliche Schwäche zeigt.


Jakobus war es dann, der als erster der zwölf Apostel den Märtyrertod gestorben ist. An Ostern im Jahre 44 wurde er durch König Agrippa I. enthauptet. An der Stelle seiner Hinrichtung wurde später die Jakobuskirche in Jerusalem errichtet.


Sehr viel später - im 7. Jahrhundert - tauchten Gerüchte auf Jakobus hätte vor seinem Tod eine Reise nach Spanien unternommen um dort zu predigen und zu missionieren. Heutzutage hält man dies aber für sehr unwahrscheinlich.


Über das Leben von Jakobus weiss man leider nicht viel mehr, dafür aber über die Zeit danach. Angeblich wurden seine sterblichen Überreste um 70 zum Sinai gebracht und ihm zu Ehren dort ein Kloster erbaut. Im 8. Jahrhundert dann seien die Gebeine des Apostels vor den heranrückenden Sarazenen nach Spanien gerettet worden. Das Kloster wurde dann der Heiligen Katharina geweiht.


Es wird berichtet, dass man die Gebeine von Jakobus in Nordspanien auf einem Feld begraben habe, wo sie ein Hirte durch ein himmlisches Zeichen entdeckt habe. Daraufhin wurde auf dem Ort der Entdeckung, der als das Sternenfeld (lat. campus stellae) bezeichnet wurde, eine Kirche zu Ehren des Heiligen Jakobus (Sant-Iago) errichtet (Bild rechts), in der die Reliquien des Apostels am 25. Juli 816 untergebracht wurden.


In der Folgezeit entwickelte sich Santiago de Compostela zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte der Christenheit (neben Jerusalem und Rom). Besonders zwischen 900 und 1400 wurde der Jakobsweg zu einem vielbesuchten Pilgerweg, an dessen Strecke zahlreiche Kirchen, Klöster und Hospize entstanden.


Es gibt zum Jakobsweg noch viele kleine Anekdoten und Geschichtchen. Vielleicht werde ich die eine oder andere immer mal hier im Blog einstreuen. Für mich als zukünftigem Pilger auf diesem Weg ist an sich nicht so wichtig, ob die Reliquien, die in Santiago liegen nun die wahren Gebeine des Apostels Jakobus sind oder nicht. Für mich ist viel wichtiger, dass es einen solchen Jakob gegeben hat, der in seiner Menschlichkeit schwach war, aber durch seinen Glauben vieles bewirkt hat. Und für mich ist wichtig, dass auf diese Weise dieser Apostel bis in unsere Zeit und bis in mein Leben ein Vorbild sein kann. Dies zeigt sich vor allem auch daran, dass die Tradition des Pilgerweges nunmehr seit fast 1200 Jahren besteht und immer noch Menschen erfasst, begeistert und verändert. Wenn ich mich dann im Juli (wohlgemerkt kurz vor dem Gedenktag des Apostels am 25. Juli) auch auf diesen Weg begebe, werde ich zwar auf die Gesamtheit hin nur einer von vielen vielen Menschen sein, die in der Geschichte des Jakobsweges nach Santiago gepilgert sind, doch ich werde dann auch ein kleines Lichtlein sein in der Tradition des Jakobsweges, genau wie das große Sternenfeld über mir aus vielen vielen kleinen Lichtlein besteht.


In diesem Sinne, lasst uns leuchten.

Euer Dirk

Montag, 30. April 2007

Reiseplanung II

Heute habe ich die Bestätigung für die Flugtickets erhalten, so dass dieser Teil der Reiseplanung feststeht. Als nächstes werde ich nun versuchen, das Ticket für die Bahnreise in Frankreich zu organisieren. Erste Informationen dazu habe ich bereits, so dass ich an dieser Stelle einen ersten nahezu vollständigen Einblick in meine Hinreise geben kann. Das Ganze sieht so aus:
  • Abflug am 22.07.07 um 18:35 von Nürnberg mit Air Berlin

  • Ankunft am 22.07.07 um 19:55 in Paris Charles de Gaulle (Kosten Flug inkl. Gebühren 29,- €)

  • Übernachtung auf dem Flughafen Paris Charles de Gaulle

  • mit RER B (eine Art S-Bahn) vom Flughafen Charles de Gaulle in die Innenstadt von Paris (Saint-Michel Notre Dame) (Abfahrt am 23.07.07 gegen 5:30, dauert ca. 35 min. und kostet ca. 7,50 €)

  • mit METRO (Linie 4 Richtung Porte d'Orléans) von Saint-Michel Notre Dame nach Montparnasse-Bienvenüe (dauert ca. 10-15 min.; keine Ahnung was das kostet)

  • um 7:15 mit dem TGV von Paris Montparnasse 1 et 2 nach Bayonne (Ankunft um 12:03, direkte Verbindung und kostet im Internet 27,90 € in der 2. Klasse)

  • um 14:37 mit ter/SNCF (frz. Zug) von Bayonne nach St-Jean-Pied-de-Port (Ankunft um 15:50, kostet 8 €)
Damit hätte ich dann den Anfangspunkt meines Jakobsweges erreicht. Was dann passiert, weiss ich noch nicht und will ich natürlich auch nicht planen. Sicher werde ich aber noch nicht an diesem Tag den Weg beginnen, sondern erst eine Nacht in St-Jean übernachten und am 24.07.2007 meinen Weg beginnen.


Der Rückflug ist im Vergleich zur Hinreise wesentlich einfacher und sieht derzeit folgendermaßen aus:

  • Abflug am 04.09.07 von Santiago de Compostela um 17:10

  • Zwischenlandung in Palma de Mallorca um 18:45

  • Weiterflug nach Nürnberg um 21:50

  • Ankunft in Nürnberg am 04.09.07 um 23:55 (Kostet inkl. aller Gebühren bei Air Berlin 212 €)

Soweit die derzeitigen Reiseinformationen. Zum Abschluss mal noch ein Bild von dem Ausflug, den ich am vergangenen Wochenende mit meinen Eltern zur Vogtlandarena in Klingenthal gemacht habe. Dies ist eine ganz neue und sehr moderne Skisprungschanze und wir standen ganz oben!!! Ist ein tolles Erlebnis und nur zu empfehlen. Da merkt man mal, was die Skispringer leisten.

Herzliche Grüße,

Euer Dirk.

Mittwoch, 25. April 2007

Buen camino, Dominik

Hallo Dominik. Leider kann ich für das Lesen meines Blogs keine Treuepunkte vergeben, andererseits ist es wohl auch gut so, denn ich will nicht auch noch zur Entwicklung der Rabatt-Nation beitragen. Mal nur in Hinblick auf die Kommentare scheinst Du aber wirklich der treueste Leser meines Blogs zu sein. Darüber freue ich mich und widme Dir daher heute mal einen kurzen Eintrag.
Ich habe nach dem Lesen Deines Kommentars natürlich gleich mal die Ryan-Air Angebote gecheckt und für mich wäre dies nicht so ganz die optimale Lösung, weil ich dann ja erst noch irgendwie nach Frankfurt Hahn kommen müsste und ich glaube, dass dies bei den Preisen der Deutschen Bahn im Endeffekt nicht billiger wäre, als die Zugreise von Paris nach Bayonne in Frankreich. Wie auch immer, es ist interessant eine Alternative zu kennen.
Du hast geschrieben, dass Du in drei Tagen auch auf dem Camino Frances unterwegs bist. Klingt spannend und ich will ja auch diesen Weg gehen. Ich wünsche Dir jedenfalls eine richtig gute Zeit und einen möglichst unfallfreien Weg. Bin gespannt, ob Du dann mal wieder einen Kommentar hinterlässt.
Buen camino, Dominik. Bis bald,

Dirk.

Dienstag, 24. April 2007

Reiseplanung I

Nachdem mir mein Chef also das OK zum Urlaub gegeben hat (Danke Dominik für Deinen Kommentar, ich bin wirklich auch dankbar, dass mein Cehf so flexibel ist) habe ich mich nun bereits voll in die Reiseplanungen gestürzt.
Für die Hinreise hatte ich zuerst eine Option geplant, von Nürnberg mit Air Berlin nach Bilbao zu fliegen und von dort aus mit dem Zug oder dem Bus zurück nach St-Jean-Pied-de-Port in Frankreich zu fahren. Dies wäre an sich relativ preiswert gewesen und hätte circa 100 Euro gekostet. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass die Zugverbindungen in Spanien und vor allem in dieser Region etwas undurchsichtig und zeitlich ungünstig sind, so dass ich sicher wenigstens einmal auf dieser reinen Zubringerstrecke hätte übernachten müssen. Dadurch wären dann sicher weitere Kosten entstanden. Auch mit dem Bus wäre dies nicht viel besser gewesen. Ich habe mir dann als Alternative gedacht, ich könnte auch einfach von Nürnberg nach Paris fliegen und von dort aus mit dem Zug nach Bayonne und dann weiter nach St-Jean. Es stellte sich heraus, dass Air Berlin tatsächlich Billigflüge von Nürnberg nach Paris Charles de Gaulle (1 Euro plus Steuern und Kerosinzuschlag zusammen 29 Euro) anbietet. Weiterhin scheinen auch die Zugverbindungen innerhalb Frankreichs nicht so teuer zu sein (einfache Fahrt von Paris Montparnasse nach Bayonne in der 2. Klasse des TGV für 27,90 €). Insgesamt käme ich also bei dieser Variante viel billiger. Zwar beinhaltet dies eine Nacht auf dem Flughafen von Paris zuzubringen, aber das nehme ich für ein paar Euro weniger gerne in Kauf. Ich habe mich daher für diese Variante entschieden und diesen Flug gebucht. Ich werde also am 22. Juli abends von Nünberg nach Paris fliegen und am nächsten Morgen mit dem Zug weiter nach Bayonne fahren. Gegen Mittag werde ich dann St-Jean-Pied-de-Port erreichen. Dieser kleine Ort ist der Beginn des Jakobsweges, den ich gehen werde.
Die Rückflugvariante ist wesentlich einfacher: Air Berlin bietet nämlich auch Rückflüge direkt von Santiago de Compostela nach Nürnberg an. Zwar haben die eine Zwischenlandung auf Mallorca, aber das stört mich nicht (war eh noch nie auf Malle, will aber eigentlich auch nicht hin). Der Rückflug kostet mich inklusive aller Nebenkosten ca. 212 € und findet am 4. September statt.
Beide Flüge habe ich bereits gebucht und wahrscheinlich werde ich morgen die Bestätigungen erhalten. Damit ist der Rahmen für den Jakobsweg gesetzt. Als nächstes werde ich mich um das Ticket im TGV bemühen um die Reiseplanung soweit abzuschließen. Wenn dies getan ist, werde ich mich um die Ausrüstung kümmern. Natürlich darf ich über all dem nicht meine anderen Ziele vergessen. Ich werde weiter an der Dissertation arbeiten, meine Laufziele anstreben und versuchen meine "geistige Kondition" zu verbessern. Einige dieser Ziele habe ich in den vergangenen Tagen etwas vernachlässigt, so dass ich da wieder etwas mehr Gas geben muss. Mehr Infos auch zum Jakobsweg selbst folgen in Kürze. Bis bald also.

Euer Dirk

P.S.: Ich würde gerne das Blog mit Bildern vom Jakobsweg gestalten und an sich liegen mir dazu auch ein paar schöne Bildbände vor, doch ich möchte nicht gegen das Urheberrecht verstoßen und mir damit Ärger aufhalsen. Ich werde daher an dieser Stelle noch keine Bilder dazu veröffentlichen können. Sobald ich den Weg aber gegangen bin, werde ich meine eigenen Bilder gerne noch hier platzieren.

Donnerstag, 19. April 2007

Starterlaubnis erteilt

Hallo. Es ist schon spät, aber ich will es nicht versäumen, Euch die gute Nachricht noch kurz mitzuteilen: Mein Chef hat mir heute sein OK erteilt für die Reise auf dem Jakobsweg. Ich habe mich soooooooooooooooo gefreut. :) Er hatte keine Einwände und zeigte sich ziemlich beeindruckt und interessiert. Er sagte nur noch, dass ich bitte gesund wiederkommen sollte. Tja, so sind die Historiker. Bei der Anfrage musste er wahrscheinlich an viele Pilger aus dem Mittelalter denken, die auf ihren Pilgerfahrten nicht selten umgekommen sind (durch Krankheit, Überfälle etc.). Aber erstens handelt es sich ja um eine Pilgerreise nach Santiago und nicht nach Rom oder Jerusalem und zweitens leben wir ja heute nicht mehr im Mittelalter.
Ich freue mich jedenfalls sehr, dass ich nun die offizielle Erlaubnis bekommen habe, für 6 Wochen unterwegs und beurlaubt zu sein. Damit kann die Planungsphase beginnen. In den nächsten Tagen werde ich also Hin- und Rückreise planen und dann auch gleich den günstigsten Weg buchen, damit das ganze auch einen Rahmen erhält. Weiteres dazu findet Ihr immer wieder hier.

Bis dahin,

Euer Dirk.

Dienstag, 17. April 2007

Entscheidung

Nun sind schon wieder einige Tage vergangen und ich habe mich nicht mehr online hier im Blog gemeldet. Das liegt zum einen daran, dass sich bisher noch nicht viel Neues ergeben hat und es daher wenig Berichtenswertes gab. Andererseits läuft seit gestern wieder der Vorlesungsalltag und das bedeutet, dass die Mehrbelastungen im Vergleich zu den Semesterferien zugenommen haben. Entsprechend musste ich auch schon einige Dinge in der vergangenen Woche vorbereiten.


An Ostern habe ich meinen Eltern meinen Plan vom Jakobsweg eröffnet und ehrlich gesagt, hatte ich auch meine endgültige Durchsetzung des Planes von ihrer Reaktion ein wenig abhängig gemacht. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie beide hundertprozentig dahinter stehen und auch gleich ganz begeistert waren. Das hat mich ein wenig überrascht, weil ich doch etwas kritischere Stimmen erwartet hatte. Aber vielleicht liegt das auch an mir, da ich grundsätzlich immer eine kritische Grundhaltung gegenüber manchen Dingen einnehme. Davon war aber eben bei meinen Eltern nichts zu spüren und das wiederum hat mich bestärkt, weiter in der Planung voranzuschreiten.


Nun fehlt an sich nur noch eine Sache, die mich davon abhält, meine Reise genauer zu planen, festzumachen und zu buchen: die Zusage meines Chefs, dass ich für den Zeitraum Ende Juli bis Anfang September beurlaubt werden kann. Dieses Gespräch wird am kommenden Donnerstag, also am 19. April stattfinden und ich bin schon ein wenig gespannt, wie mein Chef reagiert. Man muss dazusagen, dass er gegenüber solchen Dingen, glaube ich, eher aufgeschlossen ist und ich daher wenig Probleme sehe. Wie ich auch schon geschrieben habe, fiele meine Reise ohnehin in einen Zeitraum, in dem der Lehrstuhl zeitweise geschlossen ist. Die Zeichen stehen also schon nicht ganz schlecht. Aber ich will dem natürlich nicht vorgreifen. Alles weitere zeigt sich am Donnerstag.


Zu den Zielen, die mit der Vorbereitung verbunden sind, kann ich aber schon einige positive Erfahrungen vermerken. Seit Ostern habe ich wieder intensiver begonnen zu laufen. In der Woche nach Ostern war ich insgesamt drei Mal im Hofgarten auf der kurzen Runde unterwegs und habe auch schon eine leichte Steigerung erfahren. Ich muss allerdings dazu sagen, dass es mich schon manchmal einige Überwindung gekostet hat. Aber das Gefühl danach, gelaufen zu sein, ist dann schon wieder sehr motivierend für das nächste Mal. Seit gestern laufe ich nun schon die große Runde im Hofgarten, zwar noch mit kurzer Unterbrechung aber auch da will ich mich langsam in dieser Woche steigern. Morgen werde ich den zweiten Lauf dieser Woche machen. Schön ist auch, dass ich nun schon keinen Muskelkater mehr habe und die Überwindung nicht mehr so groß sein muss.

Was die Arbeit an der Dissertation betrifft komme ich auch besser voran als vorher. Zwar behindern mich manchmal die vielen Aufgaben nebenher, einmal konzentriert über einen längeren Zeitraum zu arbeiten, aber ich gehe nie abends mit dem Gefühl schlafen, an einem Tag nichts oder zu wenig getan zu haben. Das verbessert auf jeden Fall die innere Grundstimmung und dafür kann ich Gott sehr danken, denn ich glaube fest, dass ich die Kraft dazu von ihm bekomme, ohne dies vielleicht immer bewusst zu erleben.

Auch in finanzieller Hinsicht bin ich einen Schritt weiter. Ich habe durch Ostern und sonstige Zuschüsse schon einen kleinen Teil des Reisegeldes zusammen, worüber ich mich natürlich auch sehr freue und dankbar bin. Natürlich wird das "Sternenfeld-Geld" sorgsam zur Seite gelegt, damit es ja nicht anderweitig vertan wird. :)


So, dafür dass es ja so wenig zu berichten gab, ist das Posting doch schon wieder recht lang geworden. Zum Abschluss mal noch ein Blick in die dunklen Wolken über Bayreuth, da es gerade in Bayreuth gewittert (das Foto ist aber sozusagen kein "Live"-Bild).


Bis bald,


Euer Dirk

Freitag, 6. April 2007

Zeichen

Heute ist Karfreitag und ich sitze auch gerade und höre mir im Radio die gesamte Matthäus-Passion von Bach an. Das Osterfest hat immer einen besonderen Reiz und eine ganz seltsame Stimmung. Alles ist weniger hektisch, als an Weihnachten und es kommt doch auch eine gewisse Besinnlichkeit auf. Das hat aber sicher auch mit der davor liegenden Fastenperiode zu tun. Ich habe seit Aschermittwoch erfolgreich auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten und Fernsehen verzichtet. In der Karwoche praktiziere ich dann zusätzlich noch ein etwas intensiveres Fasten, d.h. es gibt nur noch Brot mit etwas Margarine zu essen und nur noch Milch, Wasser oder Tee zum Trinken. Um Gründonnerstag wird das meistens sehr schwierig, aber bisher halte ich prima durch. Ab Karfreitag ist es dann meist die Vorfreude auf den österlichen Lammbraten, die mich weiter durchhalten lässt. Und doch, im Vergleich zum Leiden Christi ist so ein wenig Verzicht garnichts.

Doch zurück zum eigentlichen Thema. Ich meine, bereits einige Zeichen für die Durchführbarkeit meines Traumes "Sternenfeld" erhalten zu haben. Meine Beziehung zu Gott nimmt langsam klarere Formen an und besonders an Ostern sehne ich mich sehr nach der Nähe Gottes. Außerdem habe ich letzten Sonntag beschlossen, als sozusagen geistliche Vorbereitung auf meine Pilgerreise, die Imitatio Christi von Thomas à Kempis (Thomas von Kempen) in täglichen Abschnitten zu lesen. Ich habe dann einmal nachgesehen, ob ich damit hinkomme und interessanterweise würden die ca. 116 Abschnitte bei täglichem Lesen tatsächlich ausreichen um genau bis zum Abreisetermin hinzukommen. Weiterhin habe ich im Internet bereits einige preisgünstige Reisemöglichkeiten zum Pilgerweg recherchiert und auch ein Teil der Finanzierung wäre gesichert. Hinzu kommt, dass ich von meinem Professor wieder ein Lehrangebot für das kommende Semester bekommen habe, was mich mit dem nötigen Einkommen versorgt, um davon einen weiteren Teil der Finanzen für die Reise zu sparen.

Durch all diese Hinweise oder Zeichen fühle ich mich in meinem Vorhaben bestärkt. Am Wochenende werde ich noch einmal mit meinen Eltern darüber sprechen um ihre Meinung zu hören. Eine wichtige Voraussetzung wird aber sein, ob mir mein Chef für den geplanten Zeitraum frei gibt. Auch dafür stehen die Zeichen gut, denn der Lehrstuhl ist für einen gewissen Zeitraum ohnehin geschlossen. Näheres dazu werde ich in einem Gespräch bei Vorlesungsbeginn in Erfahrung bringen können.

Mein Plan geht nun dahin, dass ich, sobald ich das OK meines Chefs habe, mit der konkreten Reiseplanung beginne und Ende April damit die Reise festmache.


Soweit das heutige Posting. Da ich woh über die Ostertage nicht zum Posten komme, wünsche ich schon jetzt allen Lesern, Freunden und Verwandten ein gesegnetes Osterfest.


Herzliche Grüße,

Euer Dirk
P.S. Ein kleiner Frühlingsgruß zu Ostern, aufgenommen von meiner Mutter.

Dienstag, 3. April 2007

Ziele

Nach längerer Pause möchte ich mich heute wieder einmal online melden. Draußen regnet es gerade und eine weitere Etappe meiner Dissertationsanfangsphase ist geschafft. Also mehr als genug Gründe für einen neuen Post.
Immer wieder wenn ich daran denke, dieses Jahr noch nach Santiago zu pilgern hüpft mein Herz und ich bin wirklich motiviert das zu tun. Ich brenne darauf, wieder ein Abenteuer zu erleben und freue mich auf die Abwechslung und bin auf die Konsequenzen gespannt. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, den ich heute mal etwas ausführlicher skizzieren will. Im Moment plane ich meine Abreise für den 24. Juli und hoffe, am 4. September wiederzukommen. Dies ist im Grunde das einzige Zeitfenster, das sich für dieses Projekt bietet. Am 21. Juli enden offiziell die Vorlesungen und am 7. September muss ich wieder da sein, um an einer Konferenz teilzunehmen. Ich habe mehrfach gelesen, dass man sich für den gesamten Jakobsweg sechs Wochen Zeit nehmen sollte, und dies wäre dann genau in diesem Zeitfenster möglich.
Aber wie gesagt, es ist noch ein weiter Weg bis dahin, denn ich habe mir bis zur Abreise noch einige persönliche Zielsetzungen gestellt, die ich erreichen möchte. Darüber hinaus stellen sich noch einige logistische Probleme, die ebenfalls bis dahin gelöst sein sollten. Doch zunächst erst einmal zu den persönlichen Zielen:
Das Wichtigste ist, dass ich bis zur Abreise einige wichtige Arbeitsschritte für meine Promotion bewältigt habe. So hoffe ich, bis dahin die Sekundärliteratur zu meinem Thema vollständig sondiert zu haben, wichtige Quellenstandorte identifiziert zu haben, verschiedene Anträge auf Stipendien eingereicht zu haben und darauf eventuell bereits eine Reaktion erhalten zu haben. Ich halte diese Zielsetzungen für durchaus realistisch und möchte sie erledigt haben, um die Pilgerreise in gewisser Weise unbelastet beginnen zu können. Die Stipendienanträge und deren Bescheide sollen hingegen auch eine Perspektive über "Santiago" hinaus bieten. Außerdem denke ich, dass diese Zielsetzung auch die nötige Motivation bietet, um die vor mir stehenden Aufgaben zu bewältigen. Im Klartext: Wenn ich weiss, dass ich Ende Juli die Reise zum Sternenfeld antreten will, bin ich motiviert, die Aufgaben bis dahin zu erledigen.
Neben dieser wichtigen Zielsetzung gibt es noch einige andere. So möchte ich bis Ende Juli wenigstens ein paar Grundlagen in Spanisch erlernen, um mich auf der Reise in der Landessprache verständigen zu können. Ich mache das nicht, weil ich es als notwendig erachte. Sicher kommt man oft auch mit Englisch weiter, aber ich denke mal, dass es angenehmer ist, ein wenig die Landessprache zu kennen. Immerhin, die Sprache ist der Schlüssel zu einer Kultur. Naja, aber ich erwarte nicht, bis dahin galizisch erlernt zu haben. ;) Spanisch muss erstmal reichen.
Außerdem möchte ich durch regelmäßiges Lauftraining auch eine gewisse Kondition aufbauen, die mir bei der Bewältigung von 800 km in sechs Wochen sicher nicht schaden kann. Dabei geht es mir nicht darum, so schnell wie möglich den Weg zu absolvieren. Das wäre sicher falsch. Vielmehr möchte ich mich auf die Eindrücke des Weges konzentrieren können, ohne dabei daran denken zu müssen, dass ich das ganze konditionell ja doch nicht schaffe. Außerdem möchte ich mich nicht, wie Herr Kerkeling, dabei ertappen, einige Etappen des Weges mit dem Bus gefahren zu sein (aber kein Vorwurf an Herrn Kerkeling) ;).
Und noch ein persönliches Ziel soll für die Zeit vor der Reise gelten. Ich möchte versuchen, schon in der Vorbereitung der Reise wieder einen besseren Draht zu Gott zu bekommen, denn, hey, es reist sich einfach besser, wenn die wichtigste Person von Anfang an dabei ist und nicht erst irgendwo auf dem Weg dazukommt. Wie das im Einzelnen funktionieren wird, weiss ich noch nicht, wird sich aber zeigen. Die Fortschritte oder auch Rückschläge beim Erreichen dieser Ziele möchte ich gerne auch hier im Blog dokumentieren.

Noch ein Wort zu den logistischen Zielen. Natürlich muss so eine Reise finanziert werden. Daher wird es wichtig sein, bis zum Reiseantritt das nötige Kleingeld zusammenzukratzen. Auch wenn das Pilgern im Vergleich zu anderen Reisen nicht teuer ist, so kostet es dennoch Geld. Außerdem brauche ich auch einiges an Material für die Pilgerreise, das auch erst einmal zusammengetragen werden muss. Wie diese logistischen Ziele im Einzelnen aussehen und welche positiven Zeichen ich bisher für mein Projekt erhalten habe, werde ich aber in einem späteren Posting mal schildern. Dieses hier ist schon so lang. Bis zum nächsten Mal,

Euer Dirk.

P.S. Es regnet nicht mehr. :)

Montag, 26. März 2007

Warum gerade jetzt?

Hi. Also ich bin ja echt erstaunt. Es waren noch nicht einmal 24 Stunden seit meinem ersten Post vergangen und schon hatte ich einen Kommentar. Ich dachte immer, für solche Blogs interessiere sich eh keiner. Aber gefreut hab ich mich und deshalb: "Danke Dominik, Du bist mein Held des Tages." Es war ermutigend, den Kommentar zu lesen, der obendrein nicht einer von diesen nervigen Spam-Beiträgen war, sondern richtig konstruktiv.

Gut, genug der ultimativen Lobhudelei (meine Reminiszenz an die Sendung "Zimmer frei!" :). Ich wollte ja gerne noch schreiben, warum ich ausgerechnet jetzt den Gedanken konsequent verfolgen will, auf dem Jakobsweg zu pilgern. Also, ich sehe den Weg als eine Sache, die ich vor allem mit Gott unternehme, also eine gewisse Zeit bewusst mit Gott gemeinsam einen Weg zu gehen. Ich glaube, dass ich dies in diesem Jahr tun sollte, weil ich besonders in den letzten Wochen eine ziemliche Distanz zu Gott aufgebaut habe, über die ich selbst nicht ganz froh bin. Ehrlich gesagt, ich fühle mich zur Zeit weiter von Gott entfernt, als ich es je gewesen bin. Gleichzeitig stehe ich am Anfang eines neuen Lebensabschnittes, den ich nicht einfach ohne Gott gehen möchte. Ich finde also, dass es Zeit ist, Gott neu und konzentriert zu suchen. Damit meine ich nicht, dass ich mich unter Druck setze, gewisse religiöse Übungen durchzuführen oder mich in eine Gemeinde zu integrieren, sondern ganz einfach einmal eine Auszeit zu nehmen, in der ich alles Alltägliche hinter mir lasse und einen Weg, der auch symbolisch für meinen Lebensweg stehen kann, mit Gott allein gehe. Eine ähnliche Situation hatte ich bereits vor vier Jahren, als ich völlig allein und auf mich gestellt zum Auslandsstudium in die Niederlande aufbrach. Auch damals war mein Verhältnis zu Gott schwierig und die Herausforderung groß, denn ohne Wohnung, ohne Bekannte in eine Gegend aufzubrechen, in der ich nie zuvor gewesen war, hatte auch etwas von Aufbruch und Zurücklassen des Gewohnten. Noch heute betrachte ich diese Zeit als besonders intensiv und für meine persönliche Entwicklung sehr wertvoll. Meine Beziehung zu Gott hatte damals ein nie vorher erfahrenes Niveau bekommen und gipfelte in meiner Taufe am 20. Juli 2003.

Sicher ist der Jakobsweg eine andere Erfahrung und ich will gar keine zu hohen Erwartungen daran stellen. Ich sehe es eher so, einfach loszugehen und zu sehen, was passiert.

Dies ist aber auch nur ein Aspekt, warum ich gern dieses Jahr noch nach Santiago pilgern möchte. Ein anderer Hintergrund ist meine gegenwärtige Ziellosigkeit und ein damit verbundenes Motivationstief. Zwar hätte ich für meine Dissertation viel zu tun, doch fehlt mir oft der Antrieb, die Arbeit auch zielbewusst umzusetzen. Ich meine nun, dass ich mir mit dem Plan zum Sternenfeld zu pilgern, ein mittelfristiges Ziel setze, zu dessen Umsetzung ich sehr motiviert bin. Gleichzeitig wirkt das auf meine Arbeit und mein Leben zurück. Bis zum Reiseantritt möchte ich gerne verschiedene Dinge erledigt haben, um dann auch leichter den Alltag und die Pflichten zurücklassen zu können. Welche Dinge ich im Einzelnen dabei verfolge, werde ich sicher in Zukunft noch genauer ausführen. Jedenfalls steht das grobe Ziel, noch in diesem Jahr nach Santiago zu gehen und bis dahin bestimmte kleinere Ziele erreicht zu haben. Im Grunde kann man also sagen, der Weg nach Santiago hat bereits begonnen. Wie erfolgreich er vor der eigentlichen Abreise ist, wird dieses Blog hoffentlich dokumentieren.


Soweit mein Bericht für heute. Achso, noch etwas: Natürlich freue ich mich über Eure Kommentare. Sie dürfen gerne ermutigend aber auch kritisch sein.

Und zum Abschluss noch ein Blick aus unserem Wohnzimmerfenster. Wir hätten selbst in der größten Verwirrung Gewissheit, wo wir uns befinden. ;)


Euer Dirk

Sonntag, 25. März 2007

Anfang


Hallo. Ich möchte mich mal ganz kurz für all diejenigen vorstellen, die mich noch nicht kennen. Ich heisse Dirk, bin momentan 28 Jahre alt und habe mir neulich ausgedacht, dass ich wohl noch so ca. 50 Jahre zu leben habe. Vielleicht auch ein paar weniger oder ein paar mehr. Vielleicht aber auch viel weniger oder viel mehr. Wer weiss das schon? Naja, ich glaube daran, dass Gott es weiss, aber leider sagt er es uns nicht. Ist aber vielleicht auch gut so, denn wie würden wir leben, wenn wir genau wüssten, morgen ist es vorbei? Somit denke ich, dass Unwissenheit ein Segen ist, mich aber auch dazu aufruft, mir über mich und mein Leben bewusst zu werden bzw. es zu etwas Sinnvollem zu gebrauchen. Ja, viele werden sich jetzt über die Gardinenpredigt aufregen aber es sind halt meine Gedanken. Und glaubt mir, ich habe schon schlimmere geistige Ergüsse im Netz gelesen, als das hier.

Ja, heute ist der 25. März 2007, es ist nun 22:31 Uhr MESZ und ich sitze hier im Wohnzimmersessel und verfolge einen Gedanken. Es ist der Gedanke an das Sternenfeld und den Heiligen Apostel Jakobus, besser bekannt in der verschmelzten Form von Santiago de Compostela, jener galizischen Stadt, die am Ende des weltbekannten Jakobsweges steht. Schon einige Jahre treibt mich der Wunsch umher, diesen ca. 800 km langen Weg einmal zu laufen. Es begann an sich vor ein paar Jahren, als ich in unserer sächsischen Heimatzeitung den Bericht eines jungen Christen las, der den Jakobsweg gegangen war. Eigentlich war der Bericht eher entmutigend, aber der Gedanke, einmal selbst dorthin zu gehen und zu pilgern hat mich seitdem nie wieder richtig losgelassen. Dann, einige Jahre später, habe ich mir eine Hörspiel-CD zu Paulo Coelhos Buch "Auf dem Jakobsweg" gekauft und gehört. Dabei flammte der Wunsch wieder neu auf und meine Überlegungen wurden konkreter. Schließlich, vor ca. 1 1/2 Jahren hatte ich einen zeitweisen Mitbewohner, der selbst mit der katholischen Jugend auf dem Pilgerweg war und mit dem ich mich darüber unterhalten habe. Zum Abschied hat er mir dankenswerterweise einen interessanten Reiseführer zum Jakobsweg geschenkt, den ich mit Interesse gelesen habe und der mir genauere Einblicke gab. Im vergangenen Herbst kam dann noch das Buch von Hape Kerkeling "Ich bin dann mal weg", welches ebenfalls vom Jakobsweg handelt und die Erlebnisse von Herrn Kerkeling in unterhaltsamer und ernsthafter Weise wiedergibt. Man kann sagen, dass im Laufe der Zeit damit meine Planungen konkretere Formen angenommen haben.

Ursprünglich war es mein Ziel, nach meinem Magisterexamen den Pilgerweg zu gehen, doch leider haben finanzielle und zeitliche Engpässe diesen Plan nicht Wirklichkeit werden lassen. Nun stehe ich also am Anfang meines Promotionsstudiums, habe an sich immer noch kein Geld und auch keine Zeit. Nichtsdestotrotz will ich meinen Wunsch nun noch in diesem Jahr umsetzen. Was mich nun ausgerechnet jetzt dazu bewogen hat? Nun, ich denke, dass werde ich im nächsten Post berichten. Für heute soll es erstmal genug sein.
Herzliche Grüße, Euer Dirk.